Yoga - Ruhe, Energie und Konzentration

Illustration: YogaKraft schöpfen, Gelassenheit üben, mit sich ins Reine kommen: Yoga schafft einen Ausgleich zu den Belastungen des Alltags.

Muss man eigentlich Kopfstand können? Oder im Lotossitz die Beine über Kreuz legen können? Bin ich dafür nicht zu alt? „Viele Frauen, die sich für Yoga interessieren, haben solche Fragen auf dem Herzen“, berichtet die Yoga-Lehrerin Andrea Christiansen. „Manche sagen mir gleich zu Anfang: Was diese schicken Fotos in den Yoga-Büchern zeigen, das schaffe ich nie!“

Die Antwort der Hamburger Yoga-Lehrerin ist beruhigend. „Das braucht man auch nicht zu können. Wir wollen uns nicht verknoten. Es geht darum, einfach auf das eigene Körpergefühl zu achten.“ So lernt man am Anfang einige Lockerungs- und Grundübungen. „Das sind einfache Übungen, die aber bereits große Heilwirkungen auf den gesamten Organismus haben“, berichtet Andrea Christiansen.

Um Akrobatik geht es nicht. Wenn mittlerweile mehrere Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig Yoga üben, dann stehen Entspannung, Gesundheitsvorsorge, körperliches und seelisches Wohlbefinden und Stärkung der Lebenskraft im Vordergrund.

SECURVITA Krankenkasse unterstützt Yoga

Yoga hat sich als außerordentlich vielseitig und hilfreich bei der Förderung und Erhaltung der Gesundheit erwiesen. Deshalb setzt sich die SECURVITA Krankenkasse für Yoga ein. Für abgeschlossene Yoga-Präventionskurse können alle SECURVITA Versicherten jährlich eine Erstattung in Höhe von 80 % der Kursgebühren (max. 75,- €) erhalten. Zusätzlich gibt es noch jeweils 100 Bonuspunkte beim SECURVITA-Bonusprogramm HEALTHMILES. Voraussetzung ist, dass die Yoga-Lehrer über eine qualifizierte Ausbildung verfügen.

Die Hälfte aller Deutsche haben laut Umfragen schon einmal Yoga praktiziert. Viele haben dabei die Erfahrung gemacht, dass sich die Übungen positiv auf das gesamte Lebensgefühl auswirken.

Das gilt insbesondere für die Richtung des Hatha-Yoga. Sie wird in Europa am häufigsten praktiziert, als ein Zusammenspiel von konzentrierten Körperhaltungen (Asanas) und bewusster Atemkontrolle (Pranayama – wörtlich: „die Energie im Körper ausdehnen“).

Die westliche Medizin erkennt zunehmend den Wert des Yoga – für die Gesundheitsvorsorge ebenso wie in der Therapie von Krankheiten. „Yoga kann bei vielen Krankheiten für die Betroffenen von großem Nutzen sein“, betont Dr. Imogen Dalmann, die sich im Berliner Yoga Zentrum für therapeutische Anwendungen engagiert.

Auch Schulmediziner werden aufmerksam. Sie müssen allerdings umdenken: Nicht nur Krankheitssymptome oder Problemzonen stehen im Mittelpunkt, sondern auch die Mobilisierung eigener Kraftreserven und Fähigkeiten.

„Die wissenschaftliche Forschung im Bereich Yoga und Meditation hat in den letzten Jahren rapide zugenommen“, berichtete der Yoga-Experte Kim Pomarius kürzlich auf einer Fachkonferenz in Rostock.

Wie stark das Bedürfnis nach Gelassenheit, innerem Frieden und positiver Kraft hierzulande geworden ist, lässt sich an der schnell steigenden Zahl von Yoga-Lehrern und Kursleitern ablesen. Etwa 10.000, so schätzt man, gibt es in Deutschland, allerdings mit sehr unterschiedlicher Ausbildung.

Solide  Ausbildungen mit Qualitätszertifikat bieten z.B. der „Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland“ (www.yoga.de), der „Bund der Yoga Vidya Lehrer“ (www.yoga-vidya.de) und der „Verein zur Förderung des Menschen durch Yoga“ (www.3ho.de).

Das Kursangebot für Interessierte ist vielfältig: Volkshochschulen und Fitness-Studios, Yoga-Schulen und eigenständige Lehrer bieten ein reichhaltiges Programm – für Anfänger und Fortgeschrittene, Entspannung Suchende und sportlich Ambitionierte, auch für Kinder oder Schwangere, dazu noch Trends wie Lach-Yoga oder Bikram-Yoga. Erfahrene Yoga-Lehrer raten dazu, eigenes Üben und einen angeleiteten Kurs zu kombinieren. Das erleichtert den Einstieg und hilft, mit der nötigen Disziplin weiterzumachen.

Regelmäßiges Üben steigert den Erfolg. Die Berliner Buchautorin Anna Trökes, die seit über 20 Jahren Yoga lehrt und Yoga-Lehrer ausbildet, empfiehlt „mindestens einmal pro Woche einen Yogakurs zu besuchen, um in Gemeinschaft zu üben und in Kontakt mit einem Lehrer / einer Lehrerin zu bleiben. Daneben werden Sie den meisten Nutzen aus den Übungen ziehen können, wenn Sie sie täglich oder so oft wie möglich praktizieren.“

Weitere Informationen

finden Sie in unserem Info-Blatt Prävention und bei den bundesweiten Fachverbänden:

BDY (Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland),
Jüdenstr. 37, 37073 Göttingen, Tel. 0551 / 4883808,
Internet: www.yoga.de

BYV (Bund der Yoga Vidya Lehrer),
Wällenweg 42, 32805 Bad Meinberg, Tel. 05234 / 870,
Internet: www.yoga-vidya.de

3HO (Verein zur Förderung des Menschen durch Yoga),
Breitenfelder Straße 8, 20251 Hamburg, Tel. 040 / 479099,
Internet: www.3ho.de


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