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Schutz gegen Rotaviren


29.01.09: SECURVITA übernimmt die Kosten der Schutzimpfung gegen Rotaviren

 

Meist verlaufen Durchfallerkrankungen glimpflich, aber die gefürchteten Rotaviren sind für Kleinkinder gefährlich. Deshalb übernimmt SECURVITA die Kosten der Schutzimpfung.

Das Rotavirus ist die häufigste Ursache für Durchfallerkrankungen bei Kindern. Auch Erwachsene werden Opfer des Virus, aber für Säuglinge und Kleinkinder bis zu zwei Jahren kann die Infektion besonders heftig und durch den hohen Flüssigkeitsverlust sogar lebensgefährlich werden. Kinderärzte warnen davor, dass die Gefahr der Austrocknung (Dehydration) besteht. Man schätzt, dass pro Jahr in Deutschland etwa 430.000 Rotavirus-Erkrankungen auftreten und 13.500 Kinder im Krankenhaus behandelt werden müssen.

Auf den ersten Blick können Eltern die Infektion mit Rotaviren kaum von anderen Durchfallerkrankungen unterscheiden. Die Beschwerden sind deutlich heftiger, gerade bei Kleinkindern, meint der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. „Starke Bauchschmerzen, plötzlich auftretendes Erbrechen und heftige Durchfälle“ sind typische Anzeichen. Oft kommt noch Fieber hinzu.

Wenn ein Kind sich angesteckt hat, helfen keine Antibiotika. Im Krankenhaus erhalten die Kinder Infusionen. Bei der Pflege zu Hause ist ausreichendes Trinken wichtig, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Mineralwasser, Tee und Elektrolytlösungen aus der Apotheke sind zu empfehlen. In der Genesungsphase, wenn der Appetit wiederkehrt, sollte das Essen leicht verdaulich sein. Stillkinder können ohne Unterbrechung weiter gestillt werden. Nach zwei bis sechs Tagen klingen die Beschwerden in der Regel wieder ab.

Ansteckend ist die Infektion noch einige Tage lang nach der akuten Erkrankung. Hygiene im Sanitärbereich und häufiges Händewaschen kann die Verbreitung bremsen. Trotzdem erkranken nach den Erfahrungen der Kinderärzte so gut wie alle Kinder mindestens einmal in den ersten Lebensjahren an einer Variante der Rotaviren und erwerben damit eine Immunität gegen diese Virusvariante.   

Auch wenn die Erkrankungen in den meisten Fällen glimpflich ablaufen, empfiehlt das Robert-Koch-Institut (www.rki.de) die Schutzimpfung gegen Rotaviren, besonders für kleine Kinder. Sie sollten, so das Institut, ab der 6. Lebenswoche die erste Dosis der Schluckimpfung erhalten. Ein oder zwei weitere Schluckimpfungen (je nach Impfstoff) sollten bis zum Alter von sechs Monaten folgen. 

Kinderärzte, die Impfungen kritisch gegenüberstehen, weisen darauf hin, dass häufig Nebenwirkungen auftreten, zum Beispiel Durchfall, Erbrechen und Fieber. Außerdem ist die Langzeitwirkung fraglich, meint der Verein „Ärzte für individuelle Impfentscheidung“. Die Ärzte betonen, dass es bei Impfungen immer um eine Entscheidung in eigener Verantwortung geht (www.individuelle-impfentscheidung.de). Sie raten den Eltern, die Vor- und Nachteile dieser Impfungen im Beratungsgespräch mit einem Arzt ihres Vertrauens abzuwägen.

Es gibt keine Impfpflicht, die Impfung gegen Rotaviren ist auch keine generelle Kassenleistung. Die Kosten betragen durchschnittlich etwa 150 bis 180 Euro. Wer sich für die Impfung entscheidet, kann als SECURVITA-Versicherter mit einer Erstattung der Kosten  für Impfstoff und Arzthonorar (1-fach GOÄ) als freiwilliger Kassenzusatzleistung rechnen.

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