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20 Jahre SECURVITA


01.05.04: 20 Jahre SECURVITA: Ein Interview mit Gründer Thomas Martens

 

Im Frühjahr 1984 wurde SECURVITA gegründet.

Aus kleinsten Anfängen heraus entstand eine Unternehmensgruppe, die enorm viel in Bewegung gebracht hat. Als die SECURVITA Krankenkasse 1996 gegründet wurde und einen großen Zustrom neuer Mitglieder erhielt, war der Name SECURVITA bereits als Markenzeichen im Gesundheitswesen bekannt. Das Trägerunternehmen der neugegründeten Krankenkasse, die SECURVITA Gesellschaft zur Entwicklung alternativer Versicherungskonzepte mbH, engagierte sich schon seit 1984 für Alternativen im Versicherungs- und Gesundheitswesen.

Als Beratungsunternehmen für private Krankenversicherungen gelang es der SECURVITA Konzept-GmbH, seriösen Naturheilverfahren zur Anerkennung zu verhelfen. SECURVITA entwickelte Versicherungstarife, die die alternative Medizin für die Versicherten wie auch für die Versicherungsunternehmen auf eine solide Stufe stellte. Mit der Ausrichtung von Fachkongressen wurde diese Arbeit unterstützt.

So war es für SECURVITA-Gründer Thomas Martens folgerichtig, sich auch im Bereich der GKV (Gesetzliche Krankenversicherung) zu engagieren. 1996 rief er die SECURVITA Krankenkasse ins Leben, als der Gesetzgeber mehr Handlungsfreiheit für Krankenkassen zuließ. Die "Kasse für Ganzheitlichkeit" wurde zum "Geheimtipp unter den Krankenkassen" ("Die ZEIT"). Die Zahl der Mitglieder vervielfachte sich schnell und liegt mittlerweile bei über 120.000 Versicherten in ganz Deutschland.

Auch in der Auseinandersetzung mit den Behörden zeigte sich, dass Entscheidungsspielräume zugunsten der Versicherten genutzt werden können. So brachte SECURVITA zum Beispiel die bewährten Naturheilverfahren im Kassenleistungskatalog bis vor das Bundessozialgericht - mit dem Ergebnis, dass SECURVITA als erste Krankenkasse in Deutschland die Anerkennung der besonderen Therapierichtungen in die Satzung aufnehmen konnte. "SECURVITA hat bewiesen", betont Martens, "dass es beachtliche Gestaltungsmöglichkeiten im Gesundheitswesen gibt. Unsere Ideen haben schon diverse Nachahmer gefunden - doch unser guter Name, unsere Konzepte und unser Erfolg sind einzigartig."

Interview mit dem Gründer der SECURVITA, Thomas Martens

Herr Martens, warum haben Sie 1984 die SECURVITA gegründet?

Thomas Martens: Die sanfte Medizin galt damals als Außenseiter. Akupunktur und anthroposophische Medizin, Homöopathie und Pflanzenheilkunde - das alles war zu jener Zeit kein Thema für die Krankenversicherungsunternehmen. Die besonderen Therapierichtungen wurden im offiziellen Gesundheitswesen kaum wahrgenommen. Aber für Patienten spielte die Naturheilkunde eine immer stärkere Rolle. Deshalb haben wir bei den Versicherungsunternehmen zuverlässige Partner gesucht und neue Angebote entwickelt. Das war wohl eine echte Marktlücke. Die Nachfrage war enorm.

Welche Meilensteine gab es in der Entwicklung der SECURVITA?

Zunächst einmal stand die Entwicklung von privaten Krankenversicherungstarifen im Vordergrund. Sie haben es ermöglicht, dass einige große Unternehmen neue Versicherungen anbieten konnten, die eine Reihe von naturheilkundlichen und komplementärmedizinischen Behandlungen als Tarifleistungen enthielten. Das war ein erster großer Schritt zur Anerkennung dieser Therapierichtungen. Danach haben wir die Zusammenarbeit mit Fachkreisen wie zum Beispiel der Hufelandgesellschaft für Gesamtmedizin intensiviert. Mit Hilfe von Fachkongressen, die SECURVITA organisierte, konnten wir die Medizin-Experten mit den Versicherungs-Fachleuten in Verbindung bringen. Daraus sind weiterführende Kooperationen entstanden.

Warum dann die Gründung der gesetzlichen Krankenkasse?

1996 gab es einen Kurswechsel in der Gesundheitspolitik. Der Gesetzgeber räumte den gesetzlichen Krankenkassen, die stark reglementiert waren, neue Freiheiten ein. Wir haben die Möglichkeiten erkannt, eine gesetzliche Kasse zu gründen und mit besonderem inhaltlichen Anspruch auf den Weg zu bringen. Das ist auch gelungen. Die Zahl der Mitglieder stieg rapide. Das schnelle Wachstum hat gezeigt, wie groß der Bedarf dafür in der Bevölkerung ist.

Und die Konkurrenz?

Einige wollten uns Stolpersteine in den Weg legen. Aber wir konnten unser besonderes Programm durchsetzen und weiter ausbauen. Jetzt ist SECURVITA eine bekannte Größe in der Gesundheitspolitik. Sie hat ein starkes und unverwechselbares Profil gewonnen. Dies wird auch unterstützt durch zwei wichtige Persönlichkeiten, die 1999 zu SECURVITA kamen: Birgit Radow, vorher Geschäftsführerin von Greenpeace Deutschland, und Dr. Ellis Huber, der frühere Berliner Ärztekammerpräsident.

Was ist das Besondere an SECURVITA?

Wir stehen für einen umfassenderen, ganzheitlichen Ansatz in der Medizin, für eine klare Alternative in der Gesundheitspolitik und für neue Wege im Versicherungswesen. Für die Versicherten hat unser Konzept einen unschätzbaren Vorteil: Sie können aus den besten Angeboten wählen und erhalten alles aus einer Hand - eindeutig das Beste aus zwei Welten!

Quelle: SECURVITAL 2-2004

 

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