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29.10.07: Erkältungen: Leichter Infekt oder böse Grippe?

 

Husten, Schnupfen, Heiserkeit – was kann man mit natürlichen Mitteln dagegen machen? Wie kommt man gesund durch die kalte Jahreszeit?

Ein leichtes Kratzen im Hals, die Nase trieft, Erkältungen lauern: Typische Erscheinungen in der kalten Jahreszeit. Wenn die Gesundheit auf die Probe gestellt wird durch Schmuddelwetter, kalte Füße und die Viren der lieben Nachbarn, dann erwischt es fast jeden. Zwei bis drei Mal jährlich werden die meisten Erwachsenen von den Erkältungsviren heimgesucht. Kinder sogar bis zu zehn Mal, besonders in der Winterzeit. Meist handelt es sich um eine relativ harmlose Erkältung.

Was üblicherweise als Grippe bezeichnet wird, ist in der Regel keine „echte Grippe“, sondern nur eine Erkältung, auch grippaler Infekt genannt. Während die Erkältung sich meist schleichend ankündigt, beginnt die Grippe plötzlich mit rasch ansteigenden Temperaturen. Eine echte Grippe kann für ältere und für geschwächte Menschen gefährlich sein. Deshalb ist für sie auch eine Grippeschutzimpfung  empfehlenswert.

Vorbeugung
Ist der Körper ausgekühlt (kalte Füße, kalte Ohren) oder sind die Schleimhäute trocken, haben die Krankheitserreger ein leichtes Spiel. Wenig Widerstand bietet auch ein geschwächtes Immunsystem, sei es durch Rauchen, Medikamente oder chronische Krankheiten. 

Zur Vorbeugung gibt es eine Reihe von wirkungsvollen Maßnahmen. Um möglichst erkältungsfrei über den Winter zu kommen, ist die Stärkung des Immunsystems sinnvoll. Grundlage sind genügend Schlaf, eine vielseitige Ernährung und Bewegung. Außerdem empfehlenswert:

Sport nach dem Motto „fordern, aber nicht überfordern“. Zum Beispiel zwei bis drei Mal pro Woche joggen oder walken. Oder täglich eine halbe Stunde spazieren gehen. Füße sollen immer warm und trocken sein.

Heiß-kalte Duschen: Nach einer heißen Dusche eiskalt abbrausen, beginnend an den Füßen, über beide Beine, Arme und Rücken aufwärts. Dadurch wird die Durchblutung verbessert. Beendet wird die Dusche mit kaltem Wasser.

Regelmäßige Nasendusche, um die Schleimhäute feucht zu halten (Apotheker beraten gern, wie es gemacht wird).

Häufiges Händewaschen in Erkältungszeiten, denn die Erreger werden auch über Türklinken und Händeschütteln übertragen.

Entspannungsverfahren: Yoga, Tai Chi, Qi-Gong und andere Entspannungsverfahren sind sehr zu empfehlen.

Linderung
Wenn das Kratzen im Hals schon begonnen hat und die Nase verstopft ist, gibt es empfehlenswerte Hausmittel und naturheilkundliche Medikamente:

Dampfbäder: ätherische Öle (z.B. Eukalyptus, Thymian) und Kräuter (z.B. Kamille, Schafgarbe) im heißen Wasserdampf beruhigen und befreien die Atemwege. Es gibt Inhalationsgeräte, aber „Großmutters Methode“ mit der Nase über der Schüssel und einem Handtuch über dem Kopf tut es auch.

Ausreichend trinken: mindestens 1 ½  Liter täglich. Bestens geeignet sind warme Getränke (Wasser, Früchtetees oder verdünnte Säfte).

Fußbäder mit ätherischen Ölen: Füße bis zur Wadenhöhe ins 35 Grad warme Fußbad, dann langsam mit heißem Wasser auffüllen bis auf 41 Grad nach etwa zehn Minuten. Die Füße einige Minuten im Bad lassen, gut abtrocknen, wärmen und ausruhen.

Hustenmittel: Es gibt vielfältige Rezepte auf Heilpflanzenbasis (z.B. mit gekochten Zwiebeln oder diversen hustenlösenden Kräutern). Auch heiße Milch mit Honig dämpft Hustenreiz und Halskratzen. Das Gleiche gilt für Halsbonbons – die lassen sich auch noch unterwegs verwenden. In schwereren Fällen kommen Hals- und Brustwickel zum Einsatz.

Homöopathische Behandlung: Gute Ratgeber helfen, das passende Mittel zu finden. Zum Beispiel: Drosera (Sonnentau) bei heiserem quälenden Husten oder Spongia (Meerschwamm) bei trockenem, bellendem Husten.

Homöopathische Mittel
Bei der Einnahme homöopathischer Arzneien in akuten Fällen sollte innerhalb weniger Stunden eine Verbesserung eintreten. Wenn sich nach anfänglicher Besserung kein weiterer Fortschritt zeigt, so empfehlen homöopathische Ärzte, sollte das Mittel frühestens nach 15 Minuten wiederholt werden, beim dritten Mal frühestens nach 30 Minuten.

Die Wirkung jeder Gabe (zwei bis drei Globuli) sollte abgewartet werden, bei einer deutlichen Besserung sind weitere Gaben nicht sinnvoll. Grundsätzlich lässt man die Globuli im Mund zergehen, eine Viertelstunde vorher und nachher möglichst nichts essen und trinken. Länger als drei Tage sollte die Einnahme nicht fortgesetzt werden. Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte empfiehlt bei der Selbstbehandlung für alle homöopathischen Medikamente die Potenz C12 (erhältlich in Apotheken).

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