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Studien zur Homöopathie


02.11.07: Homöopathie - und sie wirkt doch!

 

Millionen Patienten schätzen die Homöopathie, aber manche Naturwissenschaftler tun sich schwer damit. Nicht jede Studie ist so verlässlich, wie es zunächst scheint.

Vor zwei Jahren erregte eine Studie im Wissenschaftsmagazin „Lancet“ Aufsehen. Es gebe keinen Beweis dafür, dass Homöopathie wirke, lautete das Ergebnis. Homöopathie beruhe auf Einbildung, sie wirke nicht besser als ein Placebo, meinte Prof. Matthias Egger von der Universität Bern, einer der Autoren der Studie. Die Fachzeitschrift selbst kommentierte, dies sei „das Ende der Homöopathie“.

Die „Lancet“-Publikation im Herbst 2005 war Wasser auf die Mühlen aller Homöopathie-Kritiker und wurde genüsslich in vielen Medien zitiert. Nun aber stellt sich immer deutlicher heraus, dass man auch wissenschaftlichen Fachzeitschriften nicht unkritisch vertrauen sollte. Die angeblich „größte Homöopathiestudie der Welt“ war offenbar eine Irreführung. „Ein großer Bluff“, urteilt der Deutsche Zentralverein Homöopathischer Ärzte (DZVhÄ).

Nach und nach kamen die Fakten ans Licht. Die Lancet-Studie sei nichts als eine „statistische Operation“ gewesen, meinte die Schweizerische Ärztezeitung. „Am Anfang standen 110 Studien verschiedener Bereiche der Homöopathie – es wurden Einzelmittel- und Komplexmittelverordnungen gemischt – und 110 Studien der Schulmedizin. Das Ergebnis war positiv für die Homöopathie. Dieses positive Ergebnis wurde aber nicht erwähnt“, berichtet Christoph Trapp vom DZVhÄ. 

Stattdessen seien zunächst 21 homöopathische und acht konventionelle Studien ausgewählt worden, schließlich wurden sogar nur acht Homöopathie-Studien und sechs konventionelle untersucht. Die Auswahl ist nur schwer nachzuvollziehen. Dennoch wurde das Werk als "die größte Homöopathiestudie aller Zeiten" angepriesen.

„Die Studie ist das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben wurde“, urteilt der Arzt Peter Mattmann, Mitglied einer  Expertengruppe des Schweizer Gesundheitsministeriums. Die Studienautoren „haben einen völlig falschen Ansatz gewählt, der der Homöopathie nicht gerecht wird. Ihre Studie ist mit grundlegenden Fehlern behaftet. Die Aussagekraft ist gleich null.“

Mittlerweile ist auch deutlich geworden, welchen Interessen die Studie diente. Das Schweizer Gesundheitsministerium nutzte sie seinerzeit, um die Homöopathie und andere bewährte Naturheilverfahren aus dem Leistungskatalog der Schweizer Krankenkassen zu streichen. Inzwischen haben sich die Zeiten geändert und der Schweizer Nationalrat hat die Bereitschaft signalisiert, einige Naturheilverfahren wieder in die Grundversicherung aufzunehmen und die Komplementärmedizin in Forschung und Lehre umfassend zu berücksichtigen.

Nun werden auch die Argumente wieder gehört, die zu Gunsten der Homöopathie sprechen: Nicht nur, dass sie tatsächlich vielen Patienten hilft, sondern dass sie auch erhebliche Kosten im Gesundheitswesen spart.

Weitere Informationen
Infos für und gegen die Lancet-Studie im Internet unter www.welt-der-homoeopathie.de und www.thelancet.de.

SECURVITA unterstützt die Homöopathie und übernimmt für SECURVITA-Versicherte die Kosten für homöopathische Behandlungen.

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