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14.06.05: SECURVITA unterstützt Entwicklungshilfe



SECURVITA unterstützt langfristige Hilfsmaßnahmen in Süd- und Südostasien im Rahmen einer Projektpartnerschaft mit der Deutschen Welthungerhilfe.

Nach der Tsunami-Katastrophe ist es in den Medien wieder still geworden um das Thema Entwicklungshilfe. Die Bilder der Flutwelle wurden von anderen, aktuelleren, näher liegenden Themen verdrängt. Die Toten sind begraben, die Schäden in den Tourismuszentren repariert, Tsunami-Warnsysteme für künftige Fälle werden errichtet.

Doch wie geht es den Fischern, deren Schiffe zerstört sind? Den Dorfbewohnern an der Küste Sri Lankas, denen all ihre Hab und Gut weggeschwemmt wurde? Den Kindern, die ihre Eltern in der Flut verloren haben? Ein halbes Jahr nach der Katastrophe wird immer deutlicher, dass die Nothilfemaßnahmen, für die enorm viel gespendet wurde, die erste Not lindern konnte. Um die Kluft zwischen Arm und Reich, zwischen Touristen und Einheimischen zu überwinden, wird langfristige Entwicklungshilfe gebraucht.

Deshalb hat SECURVITA eine Entwicklungshilfe-Partnerschaft mit der Deutschen Welthungerhilfe abgeschlossen, um nachhaltige und dauerhafte Hilfe anzubieten. Hier lesen Sie, wie und wem mit diesen Spenden geholfen wird. Die Welthungerhilfe folgt dabei dem Grundsatz, langfristige Projekte und Programme auch außerhalb der unmittelbar Tsunami-betroffenen Gebieten zu unterstützen. Eine solche Ausweitung trägt zur Stabilisierung der gesamten Region bei und verhindert Ungleichheiten zwischen Küste und Hinterland.

 

Projekt 1: Unterkünfte in Sri Lanka
Nach der Flut fanden viele tausend Menschen, deren Häuser zerstört oder fortgeschwemmt wurden, zunächst eine Notunterkunft in den überfüllten Zelten von Flüchtlingslagern. Der Aufbau neuer Dörfer verzögert sich in manchen Fällen, da die Regierung Sri Lankas eine dauerhafte Ansiedlung weiter von der Küste entfernt festgelegt hat, die zunächst geklärt werden muss. Bis dahin sind Übergangs-Unterkünfte für viele Familien im Norden und Nordosten Sri Lankas erforderlich, damit sie ein Dach über dem Kopf haben. Die Welthungerhilfe errichtet 14 Übergangsdörfer mit rund 2.300 Unterkünften für Familien. Dort muss auch für sauberes Trinkwasser, Gesundheitseinrichtungen und medizinische Grundbetreuung gesorgt werden. Für kleinere Kinder werden Vorschulen eingerichtet.

Projekt 2: Fischerboote in Indien
Im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu hat die Welthungerhilfe in Zusammenarbeit mit ihren indischen Partnerorganisationen Boote, Reparaturholz, Motoren und Netze finanziert. 1000 Fischer können nun mit 200 neuen oder reparierten Booten wieder ihre Familien durch den Fischfang versorgen. Wichtig bei der Auswahl von Material ist die Mitsprache der Fischer selbst, um die Ausrüstung auch wirklich den örtlichen Anforderungen anzupassen. Mit den einheimischen Partnern Life Help Centre for the Handicapped wurde eine kleine Werft errichtet und Arbeitsplätze geschaffen. Acht Boote können hier pro Woche hergestellt werden - zu deutlich niedrigeren Preisen als in den offiziellen Werften.

Projekt 3: Ausbildung für Kinder, Förderung der Frauen
Im indischen Distrikt Kanyakumari hilft eine Partnerorganisation der Welthungerhilfe traumatisierten Kindern und unterstützt sie bei einer Berufsausbildung. Ein besonderes Augenmerk gilt den Angehörige der untersten Kaste und den Kastenlosen, die keinen Anschluss an die Dorfgemeinschaft haben. Sie erhalten Arbeitsangebote beim Wiederaufbau der Dörfer. In anderen indischen Regionen werden gezielt Frauen gefördert. Sie lernen lesen und schreiben, nehmen an Gesundheits- und Hygieneschulungen teil und organisieren sich in Frauengruppen. Diese Gruppen gründen dann auch Spar- und Kreditgruppen, mit deren Hilfe sich die Frauen eine eigene Existenz aufbauen können.

Weiterführende Inofmationen: Website der Deutschen Welthungerhilfe

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